QFD
Quality Function Deployment ist eine Qualitätsmethode zur Ermittlung und Bewertung der Kundenanforderungen und deren direkte Umsetzung in kundenorientierte und notwendige technischen Lösungen.
Weitere ausführliche Informationen unter:
QFD Institut Deutschland e.V. (QFD-ID)
Das Ziel ist die Förderung, Verbreitung und Weiterentwicklung der Methode QFD in der Industrie und an den Hochschulen in Deutschland.
Hier QFD-Forum Artikel aus der "alten" Webseite" des QFD-ID mit vielen Inhalten:
- Was_ist_QFD? (68 Seiten, pdf, download 5 MB)
- QFD-Forum Nr. 23 (2003 - 2005) bis QFD-Forum Nr. 35 (2021), Link
Englischsprachige Seite:

Das QFD Institut Deutschland e.V.(QFD-ID) möchte eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zum Thema QFD sein.
- Damit soll das in Deutschland vorhandene Wissen über QFD gebündelt werden. Der Verein stellt zwischen den Knowhow-Trägern Kontakte her, damit gegenseitig Erfahrungen ausgetauscht werden können.
- Außerdem veranstaltet das QFD-ID Symposien, in dem u. a. die Anwendung von QFD in der Praxis verdeutlicht wird und zu dem nicht nur Vereinsmitglieder eingeladen werden.
- Das QFD-ID will die QFD-Methode weiterentwickeln und hierbei möglichst viele Fachleute , national und international (ICQFD) einbeziehen.
- Das QFD Institut Deutschland e. V. (QFD-ID) wurde am 6. März 1996 auf Initiative von Herrn Prof. Dr. Georg Herzwurm und Herrn Gerd Streckfuß in Köln gegründet.
- Vorstand: Thomas Fehlmann, Georg Herzwurm, Gunnar Jentzen, Eberhard Kranich, Wolfram Pietsch, Sixten Schockert (
- Quelle: www.QFD-ID.de, Stand 1.3.2026)
- Weitere Informationen: https://qfd-id.de/ueber-das-qdf-id/
Diskusssion über negative Beziehungen (QFD HoQ Matrix) und negative Korrelationen (QFD HoQ "Dach")
Thema: Wie umgehen mit den Widersprüchen der Kunden in seinen Anforderungen: "gleichzeitig schnell und sicher und auch noch wenig Sprit verbrauchen?
Ergeben diese nun widersprüchliche Beziehungen (Korrelationen) in der Matrix? D.h auch neben den positiven Beziehungen auch "negative" in den QFD-Matrizen? Gibt es die überhaupt? Und wenn ja, wie geht man damit um?
Hier Download:
Diskussionspapier QFD-ID, Cafe#2 29.11.2021
Siehe auch untenstehenden Bericht: "Why we need Matrices in QFD" als download (englisch)
Schon 1995 hat Lou Cohen in seinem Buch:
Quality Funcion Deployment, How to Make QFD Work for You, Abschnitt 8.4, ab Seite 146 auf die "Negavice Impacts" der SQC (Substitute Quality Characteristics) hingewiesen.
Eigene Erfahrungen in der Praxis:
- Wenn Technische Merkmale (Spalten im HoQ) als Qualitätsmerkmale vom Kunden erkennbar sind (also Die "Qualität" aus Kundensicht für das Produkt entscheidend sind, dann ist sehr oft bei einer Produktentwicklung die Verbesserung der Q-Merkmale vorgegeben. (Bp. Deming Circle)
- Eine Veränderung der Q-Merkmale bringt aber nicht nur eine Verbesserung einer Kundenanforderung mit sich, sondern kann auch eine Verschlechterung einer anderen Kundenanforderung nach sich ziehen.
- Einfaches Bp (Auto): Die Reduzierung des Merkmales "Gewicht" bringt eine Verbesserung der Forderung " Reduzierung des Benzinverbrauches", sondern auch eine Verschechterung der Forderung "mehr Sicherheit bei Crash").
- Bei praktisch allen QFD Sitzungen in der Praxis gab es nie nur Q-Merkmale, die sich positiv bei einer Veränderung (Verbesserung) auf die Anforderungen auswirkten, sondern es waren auch Q-Merkmale dabei die sich (leider) dann als eine Verschlechtung herausstellen würden. Es war also ein Widerspruchssituation, hervorgerufen durch Widerspruch der Kundenanforderungen (Ich will schnell fahren und dabei Benzin sparen).
- In der QFD ISO Norm 16355 ist leider nur ein kleines Beispiel beschrieben: Ein Regenschirm soll gleichzeitig "gross" sein (wegen Regenschutz) aber auch "klein" sein (wegen leicht zu transportieren).
- In der Praxis (heute) akzeptieren die "Ingenieure" nur dann QFD, wenn auch die Konflike und Widersprüche erkennbar werden. Wenn QFD Sitzung: eine Länge(+) hat eine Beziehung zu ein Gewicht(+) das Ergebnis der QFD ist, dann wird sie nicht als "zielführend" angesehen, meistens reduziert sich die QFD Session in den Bewertung der Anforderungenen (Q-Plan), Motto der Entwickler: Nun wissen wir, was Marketing will, Umsetzen ist unsere Aufgabe....
- D.H. Alle HoQ Matrizen (siehe die vielen Beispiele in Netz), die nur positive Beziehungen in HoQ Matrix haben, sind entweder.
- so klein (weniger als 5 Zeilen_Spalten), dass normalerweise keine QFD notwendig ist.
- wurden inhaltlich so getrimmt, dass keine Widersprüche erkennbar sind.
- oder das Ergebnis (Insbesondere der Summenbildung) ist falsch.
Was ist die Lösung:
- Akzeptieren, dass Kunden widersprüchliche Anforderungen (Hohe Leistung und geringe Geräusche) aufstellen.
- Die Auswirkungen einer Verbesserung der Q-Merkmale (Die Richtung der Verbesserung) unterschiedlich kennzeichnen (Bp.,Mit +9,+3,+1, -9,-3,-1 oder Farbunterschiede der Zahlen oder Symbole))
- Unterschiedliche Summenbidung (positive und negative getrennt)
- Für die Lösungen der Konflikte (Dach des HoQ) oder der Widersprüche (HoQ Matrix) sind neue innovative Ansätze notwendig.
- Die Methode TRIZ ist hier hervorragend geeignet.

Eigene Erinnerungen an QFD:
Ende 1987 gab es eine kurze E-Mail aus dem HQ Schlumberger CAD/CAM Division (Ann Arbor USA; Dick Stitt) zum Thema "Qualität":
From now on, a QFD must be carried out for all products under development. Reason: The customer determines in the future the product quality and not your development department“.
Unsere damalige Auffassung:
Kunden stehen bei uns immer im Mittelpunkt, deshalb stehen sie aber auch immer im Wege...
Die Umsetzung:
- Projekt: Verbesserung der Informationen bei der Erstellung der Links (Postprocessoren)
- Eíne Kundenbefragung wurde als "schwierig" angesehen.
- Deshalb wurden die Mitarbeiter in der Linkabteilung befragt: "Welche Anforderungen gibt es an die Erstellung von Links.
- Die Mitarbeiter schrieben ihre Lösungen umdormuliert als Anforderungen auf.
- QFD setzte im House of Quality (HoQ) diese Anforderungen zurück in die ehemaligen Lösungen.
- Ergebnis: Die Sitzung war aufwendig und brachte nichts Neues.
- Hilfe-EMail an MDSI/Applicon/SLCC Japan (Joshi Taguchi): (Motto und Vorwurf...: QFD ist eine japanische Erfindung von Akao)
- Einfache Anwort von dort: Ihr müsst die "richtigen" Kunden befragen!
- Neues Projekt: 2-D Zeichnungserstellung im CAD System unter Berücksichtigung der deutschen DIN-Zeichnungsnormen (H7/g6)
- Eingeladen wurden die Konstrukteure-innen eines Druckmaschinenherstellers.
- Überraschung (1): Alle wollten dabei sein, einschl. Management(!)
- Überraschung (2): Es gab überwiegend Anforderungen, die uns so nicht bekannt waren.
- Überraschung (3): Das HoQ war nützlich.
- Überraschung (4): Das Management zwang per "Auftrag" eine (kostenlose natürlich) Schulung von QFD im eigenen Hause, um die eigene Kundenorientierung zu verbessern. Dies war auch zukünftig sehr oft bei den verschiedene Unternehmen, die CAD/CAM einführten, der Fall. Schulung in QFD wurde ein Bestandteil des Liefervertrages der CAD/CAM Systeme.
- Keine Überraschung: 1993 gab es das erste QFD Symposium in Deutschland (Sindelfingen, gfmt) mit 70 Teilnehmern und 17 Vorträgen.
- Keine Überraschung: 1996 wurde das QFD Institut Deutschland in Köln gegründet.
- Im Gegensatz zu den USA "liebten" wir nun bei Neuentwicklungen die Konfikte und Widersprüche aus Kundensicht, da sie neue Ideen herausforderten. Auch nachdem uns G. Altshuller aus Russland mit TRIZ eine Lösungsmethode dazu aufgezeigt hat. (die in der DDR schon bekannt war....)
Yoji Akao
1928 - 2016

Dr. Yoji Akao (1928 – 2016) wurde von der JUSE (Union of Japanese Scientists and Engineers) mit dem Deming-Preis (1978) ausgezeichnet und war Ehrenmitglied der IAQ (International Academy of Quality). Er war außerdem Ehrenmitglied der ASQ (American Society for Quality (2010).
Im April 1983 wurde im Magazin „Quality Progress“ (ASQ) die Methode QFD (Quality Function Deployment) erstmals außerhalb Japans in einem Artikel Dr. M. Kogure und Dr. Y.Akao veröffentlicht.
Mitte der 80er Jahre haben verschiedene, meistens internationale Unternehmen, begonnen, die Methode QFD bei der Produktplanung einzusetzen.
1992 erschien im MI - Verlag eine deutsche Übersetzung (aus der englischen Fassung, übersetzt aus dem japanischen von G.Mazur) des Buches von Dr.Y.Akao (QFD,
Quality Function Deployment, wie Japaner Kundenwünsche in Qualitätsprodukte umsetzen).
1993 wurde in Sindelfingen das erste QFD Symposium veranstaltet (gfmt, TQU).
1995 (23.3. – 24.3.) fand unter der Überschrift „QFD-toward development management“ das erste (von der JUSE und Dr.Akao organisierten) internationalen QFD-Symposium statt (ISQFD 95- Tokyo) statt. Dort wurde auch offiziell das Internationale QFD Institut (QFDI.org) gegründet.
1996 wurde das QFD Institut Deutschland e.V. in Köln gegründet. Dr.Akao hat an mehreren QFD Symposien in Deutschland aktiv teilgenommen.
Eigene QFD Artikel zum download:




Freie Vorlage für die Erstellung eines QFD House of Quality in Excel (c) zum download.

QFD_HoQ Beispiel:
Laserpointer zum download .xls
Anmerkung:
Das Beispiel einer QM Methoden Verknüpfung finden Sie unten unter "IVM"

Standards und Erfahrungen
Konflikte, Widersprüche, Verbesserungen, Innovationen
im House of Quality („HoQ“)
Beitrag QFD Symposium 2017, Stuttgart zum download

Kundenorientierung und Innovationen.
Zwei Axiome:
1. Eine Kundenorientierung ergibt automatisch keine innovativen Produkte.
2. Innovative Produkte garantieren keinen Verkaufserfolg.
Deshalb die Frage:
Können Kundenbedürfnisse und Innovationen miteinander verbunden werden?



Cost Deployment
to improve Customer Satisfaction
AND
to reduce Product Cost. (in englisch)

ISO 16355
- Anwendung von statistischen und verwandten Methoden
für neue Technologie und für den Produktentwicklungsprozess –
Teil 1: Allgemeine Grundsätze und Perspektiven der QFD-Methode verfügbar. Er kann z. B. über die Seiten des Beuth-Verlags bestellt werden. UPDATE: Seit Anfang 2017 finden sich dort auch vier weitere Teile der Norm, nämlich die Teile 2, 4, 5 und 8.
IVM Laserpointer: (Quellen siehe auch: www.QFD-ID.de)
Integration und Verknüpfung von Methoden in Entwicklungs- und Produktionsprozessen (IVM)
Ergebnisse eines Industrie-Arbeitskreises
Vor über 10 Jahren, genauer am 26.1.1998 war an der TU München die Gründungssitzung eines Industriearbeitskreis, der sich die Aufgabe stellte, die Integration und Verknüpfung von Methoden in Entwicklungs- und Produktionsprozessen zu untersuchen und an einem Beispiel (Laserpointer) die Ergebnisse zu dokumentieren. Insbesondere sollte der jeweilige In- und Output einer Methode definiert werden und inwieweit der Output einer Methode als Input einer anderen, im Entwicklungsprozess nachfolgender Methode eingesetzt werden kann. Aktive Mitglieder des Arbeitskreises waren u. a. Vertreter der TU München, der Robert Bosch GmbH, der BMW AG, der Siemens AG, der Context AG, der Oracle GmbH, der Roche Diagnostics GmbH, das Institut für Qualitätsmangemebt (IQM) und der DaimlerChrysler AG.
Vor 5 Jahren wurde der damalige Stand dieser Bemühungen auf www.qfd-id.de frei zugängllch veröffentlicht (siehe QFD-Forum 24). QFD, der paarweise Vergleich und die Conjoint Analysis waren die drei dokumentierten Methoden. Knapp fünf Jahre später folgen die Failure Mode and Effects Analysis (FMEA), Design of Experiments (DOE) und die Theory of Inventive Problem Solving (TRIZ) inkl. Excel-Makro zur Anwendung der Konflikttabelle. Die Autoren dieser drei Ergänzungen sind Swen Günther, Horst Ried und Gerd Streckfuss. Letzerer steht auch jederzeit für Fragen, Kommentare, Ergänzungen oder Anmerkungen zur Verfügung, einfach eine Email an G.Streckfuss (at) t-online.de schicken. Unten stehend die Einführung zu den damaligen Ergebnissen, die auch noch für das Update Gültigkeit besitzt.
Einführung
Die Diskussion mit verschiedenen Industrievertretern in der letzten Zeit hat gezeigt, dass ein großes Interesse zum Thema „Integration und Verknüpfung von Methoden in Entwicklungs- und Produktionsprozessen" besteht. In den letzten Jahren sind eine Reihe von Methoden für verschiedene Aufgabenstellungen entstanden oder haben in ihrer Anwendung an Bedeutung gewonnen. Durch die Anwendung von einzelnen Methoden können geeignete Aufgabenstellungen gut gelöst werden. Nach anfänglicher Euphorie unter einigen Anwendern vieler neuer Methoden, endlich ein geeignetes Werkzeug gefunden zu haben, mit dem alle oder die meis- ten Aufgaben integrativ gelöst werden können, zeigte sich dass jede Methode nur für einige Aufgaben effektiv eingesetzt werden kann. So stellt sich heute nicht die Frage nach der über- geordneten Methodik, mit der alle Aufgaben bewältigt werden können, sondern die Frage, wie die einzelnen Methoden effektiv miteinander kombiniert werden können und wie die Ver- knüpfungsproblematik der Ergebnisse bewältigt werden kann. Die Auswahl des Methodenmixes für die vorliegende Aufgabenstellung gewinnt ebenso an Bedeutung.
Es werden bei den Beispielen Grundkenntnisse der Methoden vorausgesetzt. Es wird ausdrücklich auf die Literaturhinweise, insbesondere bei QFD und TRIZ, verwiesen. Das Ziel der Beispiele war nicht eine neue Erfindung eines Laserpointers, sondern an einem abgeschlosse- nen, bekannten und umfassenden Produkt die Robustheit der Methoden zu untersuchen und deren Verbindungen zueinander darzustellen.
Im Folgenden sind als Download die Ergebnisse der einzelnen Methoden aufgeführt:
- Conjoint Analysis CA)
- Design of Experiments (DOE)
- Paarweiser Vergleich
- FMEA
- Quality Function Deploymenf (QFD)
- TRIZ
Anmerkung:
Eine ausführliche QFD Dokumentation des Laserpointers finden Sie oben unter: QFD_Laserpointer_Bp.xls
